Beikostformen im Vergleich: Brei, Fingerfood und BLW

Beikostformen im Vergleich: Brei, Fingerfood und BLW

Beikostformen im Vergleich: Der Beikoststart ist ein spannender Schritt in der Entwicklung deines Babys. Doch welche Methode ist die richtige? Brei füttern, Fingerfood anbieten oder direkt mit Baby Led Weaning (BLW) starten? In diesem Artikel erfährst du die Unterschiede zwischen den drei Beikostformen, ihre Vor- und Nachteile und worauf du bei der Umsetzung achten solltest.

1. Brei – Der klassische Beikoststart

Brei ist die wohl bekannteste Beikostform. Du fütterst dein Baby mit fein pürierten Mahlzeiten, beginnend mit wenigen Zutaten und steigerst allmählich die Vielfalt.

Vorteile:
  • Einfache Zubereitung
Nachteile:
  • Das Baby lernt erst später, eigenständig zu essen.
  • Das Baby sieht die verschiedenen Lebensmittel nicht, alles sieht gleich aus.
  • Brei füttern kann zeitaufwendig sein.
  • Das Baby ist passiv und nicht aktiv, kann nicht viel selber ausprobieren.
2. Fingerfood – Selbstständig entdecken und probieren

Fingerfood bedeutet, dass dein Baby weiche Stücke von Lebensmitteln bekommt, die es selbst halten und in den Mund stecken kann. Es darf erkunden, fühlen und schmecken – ganz nach seinem eigenen Tempo, dies erfordert Geduld und Vertrauen in das Tempo des Babys.

Vorteile:
  • Fördert die Feinmotorik und Hand-Augen-Koordination.
  • Dein Baby entscheidet selbst, was und wie viel es isst.
Nachteile:
  • Es kann zu mehr „Chaos“ und Verschwendung kommen.
3. Baby Led Weaning (BLW) – Selbstbestimmt essen lernen

Beim BLW bekommt dein Baby von Anfang an das, was auch auf deinem Teller liegt – in geeigneter Konsistenz, Größe und Anpassung der Gewürze (kein Salz bis max. 1g/Tag). Es darf selbstständig essen und entscheidet eigenständig über Menge und Tempo. Die BLW Variante erfordert Vertrauen in die Fähigkeiten des Babys und Geduld.

Vorteile:
  • Fördert die Selbstständigkeit und das natürliche Hunger- und Sättigungsgefühl.
  • Keine extra Zubereitung von Brei – das Baby isst am Familientisch mit.
Nachteile:
  • Erhöhte Sauerei und mehr Putzaufwand.

Beikost kann zum Glück sehr individuell gestaltet werden und braucht keinen starren Plan

4. Was passt zu euch? – Beikost individuell gestalten

Du kannst die verschiedenen Varianten auch kombinieren, z. B. morgens Brei oder breiartiges Frühstück wie Porridge (Haferbrei) und abends Fingerfood. Wichtig ist, dass du dich wohlfühlst, informiert bist und auch über Themen wie Verschlucken und Ersticken Bescheid weisst, egal welche Beikostform ihr macht. Zudem solltest du stets auf die Signale deines Babys achten und danach reagieren.

Fazit:

Entscheide nach deinem Bauchgefühl und den Bedürfnissen deines Babys. Der Beikoststart sollte Spaß machen und ein entspanntes gemeinsames Erlebnis sein! 💖

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